Aufgrund der Änderung der Bauordnung müssen künftig im Regelfall auf allen Flächen, die neu als Wohngebiet gewidmet werden, zu zwei Drittel geförderte Wohnungen entstehen. Nur noch ein Drittel der Wohnnutzfläche darf frei finanziert werde. Das gilt grundsätzlich bei jeder Neuwidmung ab einer Wohnnutzfläche von 5.000 Quadratmetern. Das soll die Quote leistbarer Wohnungen deutlich heben. Leistbarer Wohnraum bedeutet in diesem Fall eine Nettomiete von ca. fünf Euro pro Quadratmeter. Die oberirdischen Grundstückskosten werden mit 188 Euro pro Quadratmeter limitiert.

Geregelt wird das über die neue Widmungskategorie „Geförderter Wohnbau“, die in der Bauordnungsnovelle verankert wird. Das dürfte bei allen Neuanschaffungen kein Problem sein, da die Grundstückspreise theoretisch niedrig gehalten werden. Das gilt aber nicht für Bauerwartungsland, das von den Bauträgern bereits zu hohen Preisen erworben wurde. Mit dem neuen Aufteilungsschlüssel würde jeder Quadratmeter freifinanzierter Wohnraum mit mehr als € 1.300 Grundkostenanteil pro Quadratmeter belastet werden. Neben den aktuell hohen Baukosten scheint somit leistbarer Wohnraum in weite Ferne zu rücken.